Der von Eltern praktizierte Erziehungsstil hat Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Nicht jeder ist von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugt. Es gibt Meinungen auch innerhalb der Erziehungswissenschaft, wonach der elterliche Erziehungseinfluss gering ist, wenn denn überhaupt vorhanden. Trotzdem gibt es Grundhaltungen der Erziehung und diese werden auch im Alltag angewendet.
Erziehungsstil wird definiert als ein Muster von elterlichen Einstellungen, Handlungsweisen und nichtsprachlichen Ausdrucksformen, die die Art der Interaktion zwischen Eltern und Kind kennzeichnen. Sich autoritativ verhaltende Eltern zeigen den erfolgreichsten Erziehungsstil. An die Kinder werden bestimmte Anforderungen gestellt, Regeln sind einzuhalten, aber es sind auch genügend Freiräumne vorhanden, die Kinder selbstbestimmend nutzen können.
Nach der us-amerikanischen Wissenschaftlerin Diana Baumrind ergibt sich der Erfolg dieser Stilform aus der Balance zwischen Regel- und Normbeachtung und dem Bedürfnis nach Autonomie und Entfaltung des eigenen Denkens. Den Kindern werden Gelegenheiten dargeboten , bei denen sie erfolgreich agieren können. So wird Selbstvertrauen aufgebaut über die erlebte Selbstwirksamkeit. Ich selbst bin überzeugt davon , dass in diesen Haushalten ein hohes Maß an Zufriedenheit entsteht, sowie eine wohltuende Atmosphäre von Vertrautheit und gegenseitigem Respekt in der Entwicklung optimal passieren kann. Der Erziehungsstil ist auch eine erfolgreiche Präventionsmaßnahme im Hinblick auf späteren Drogenkonsum.
Hier in der BRD wird jedoch nicht nur in Elternhäusern erzogen. Vom Kleinkindalter an gibt es Instanzen und Einrichtungen, die neben dem familiären Umfeld Einfluss auf Erziehung und Entwicklung haben. Dem Besuch der sogenannten Krabbelstunde folgt der Kindergarten bis zur Einschulung. Wird Freizeit über aktives Vereinsleben gestaltet, hat man es mit den Einflüssen dort zu tun.
Die aufgezählten Instanzen sind Standard in der Sozialisation unserer Kinder. Gelingt eine konforme und gesunde Entwicklung nicht, fällt "alles auf das Elternhaus zurück", oder "ist man es ja selber schuld", was meint Ihr?
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