Der von Eltern praktizierte Erziehungsstil hat Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Nicht jeder ist von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugt. Es gibt Meinungen auch innerhalb der Erziehungswissenschaft, wonach der elterliche Erziehungseinfluss gering ist, wenn denn überhaupt vorhanden. Trotzdem gibt es Grundhaltungen der Erziehung und diese werden auch im Alltag angewendet.
Erziehungsstil wird definiert als ein Muster von elterlichen Einstellungen, Handlungsweisen und nichtsprachlichen Ausdrucksformen, die die Art der Interaktion zwischen Eltern und Kind kennzeichnen. Sich autoritativ verhaltende Eltern zeigen den erfolgreichsten Erziehungsstil. An die Kinder werden bestimmte Anforderungen gestellt, Regeln sind einzuhalten, aber es sind auch genügend Freiräumne vorhanden, die Kinder selbstbestimmend nutzen können.
Nach der us-amerikanischen Wissenschaftlerin Diana Baumrind ergibt sich der Erfolg dieser Stilform aus der Balance zwischen Regel- und Normbeachtung und dem Bedürfnis nach Autonomie und Entfaltung des eigenen Denkens. Den Kindern werden Gelegenheiten dargeboten , bei denen sie erfolgreich agieren können. So wird Selbstvertrauen aufgebaut über die erlebte Selbstwirksamkeit. Ich selbst bin überzeugt davon , dass in diesen Haushalten ein hohes Maß an Zufriedenheit entsteht, sowie eine wohltuende Atmosphäre von Vertrautheit und gegenseitigem Respekt in der Entwicklung optimal passieren kann. Der Erziehungsstil ist auch eine erfolgreiche Präventionsmaßnahme im Hinblick auf späteren Drogenkonsum.
Hier in der BRD wird jedoch nicht nur in Elternhäusern erzogen. Vom Kleinkindalter an gibt es Instanzen und Einrichtungen, die neben dem familiären Umfeld Einfluss auf Erziehung und Entwicklung haben. Dem Besuch der sogenannten Krabbelstunde folgt der Kindergarten bis zur Einschulung. Wird Freizeit über aktives Vereinsleben gestaltet, hat man es mit den Einflüssen dort zu tun.
Die aufgezählten Instanzen sind Standard in der Sozialisation unserer Kinder. Gelingt eine konforme und gesunde Entwicklung nicht, fällt "alles auf das Elternhaus zurück", oder "ist man es ja selber schuld", was meint Ihr?
Freitag, 25. Dezember 2009
Montag, 30. November 2009
Neue Medien vs. Familie/Entwicklung/Sucht
Handys, Computerspiele, Fernsehaufzeichnungsgeräte, PC-Home-Anlage sind heute Standard in vielen Haushalten. Neben Automatisierung in Betrieben und Betriebsabläufen schreitet die Automatisierung in Familien und damit Haushalten stetig voran. Neueste technische Standards beeinflussen natürlich unser aller Familienleben. Die Nutzung der neuen Formen psycho-sozialer Kommunikation bereichern unser Alltagleben und haben Einfluss im sozialen Verbund mit- und untereinander. Die neuen Medien verändern den Freizeitbereich innerhalb der Familie meist nachhaltig. Schon das Vorhandensein einzelner Instrumente hat eine erhebliche Bedeutung für die Gruppe der heranwachsenden Kinder und Jugendlichen, z.B. als neues Statussymbol. Erst recht können sich durch entsprechende Nutzung Einflüsse frei entfalten und werden Gegenstand einer Entwicklung sowohl bei Kindern wie auch bei lernenden Erwachsenen. Das Alltagsleben innerhalb der Familie wird interessanter, aber auch komplexer, vor allem aber verkomplizieren sich Erziehungsmuster und -strukturen. Auch an die Organisation des Familienlebens werden veränderte Anforderungen gestellt. Alles, was jedoch gebraucht werden kann, kann auch missbraucht werden. Selbstverständlich steckt in den neuen Medien auch ein hohes Missbrauchspotential. Falsche Verwendung führt auch zu Sucht und Abhängigkeit. Es ist also wichtig, dass unsere Kinder altersgerecht den richtigen Umgang mit den neuen Medien lernen, um davon profitieren zu können. Bei der sogenannten Community-Sucht (Online-Community) handelt es sich um ein süchtiges Fehlverhalten im Hinblick auf die Nutzung von Social Networking Portalen. Junge Mädchen sind möglicherweise stärker Betroffene.
Mittwoch, 25. November 2009
Falsch erzogen?
Alle Eltern lieben ihre Kinder und versuchen bestmöglich ihren Erziehungsaufgaben gerecht zu werden. Positive Entwicklungen sollen herbeigeführt werden, negative verhindert werden. Innerhalb von Kindesentwicklung gerät jeder irgendwann in die Nähe der Sucht- oder Abhängigkeitsproblematik. Meist aus Neugierde, um dabei und "in" zu sein, probiert jeder Zigaretten, Alkohol und vieles mehr. Viele bleiben dabei, viele stellen den Konsum wieder ein, und manche greifen in einem späteren Entwicklungsstadium darauf zurück. Wir Eltern haben alle den Wunsch, dass unsere Kinder den Umgang mit Suchtmitteln lernen. Was läuft falsch, wenn es nicht gelingt?
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